Entstehungsgeschichte der
Rheinstraßen-Initiative e. V.

Friedenau zählt noch immer zu den beliebtesten Wohnlagen Berlins. Aber auch dieser Stadtteil wird immer mehr mit Problemen konfrontiert, die andere Kieze in Berlin ebenso haben. Der Druck durch Billiganbieter einerseits, aber auch das Angebot an Einkaufsmöglichkeiten in der benach- barten Schlossstraße wird auch in der Rhein- straße deutlich wahr genommen.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung fasste Dilek Kolat, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, 2001 den Entschluss, eine Initiative zu gründen, mit dem Ziel, Hilfe zur Selbsthilfe anzu- bieten. „Mein Ziel war es damals, Unterstützung zu finden für ein Projekt, das irgendwann auf eigenen Füßen stehen sollte; dies wäre ohne die Hilfe und Bera- tung durch das Bezirksamt – mein Dank gilt ins- besondere den Mitarbeitern und Mitarbeite- rinnen des Wirtschaftsförderungsamtes – und die IHK Berlin kaum möglich gewesen“, sagt Dilek Kolat. Von Anfang an beabsichtigt war, die Initia- tive in einen Verein münden zu lassen und diese dann in die Obhut der Mitglieder zu geben, deren Zahl nach einer gelungenen Auftaktveranstaltung im Rathaus Friedenau am 1. Oktober 2002 stetig zunahm.
Die Gründung des Vereins, der die Erhaltung und den Ausbau der Rheinstraße zu einem wirtschaft- lichen Mittelpunkt in Berlin-Friedenau durch Erhal- tung der Vielfalt der Fachgeschäfte in der Rhein- straße und den angrenzenden Nebenstraßen, durch Einflussnahme auf die Stadtbildpflege und Kultur in diesem Gebiet sowie durch gemeinsame Werbung und Aktionen verfolgt, fand dann am 22.01.2003 statt. Dabei steht der Verein bewusst nicht nur den Betriebsinhabern, Gewerbetreiben- den und Freiberuflern offen, sondern gerade auch den Bewohnern und Bewohnerinnen Friedenaus, die zahlenmäßig auch fast die Hälfte der Vereins- mitglieder ausmachen. Die Erkenntnis, dass nur durch das Zusammenwirken aller Betroffenen positive Veränderungen möglich sind, ist Programm.

Die Rheinstraßen-Initiative e.V. feiert im nächsten Jahr ihren fünften Geburtstag. Sie hat in den ver- gangenen Jahren durch verschiedene Veranstal- tungen wie beispielsweise den Friedenau-Tag zahlreiche Mitglieder, Helfer und Sympathisanten gewonnen, ohne deren Unterstützung die Wieder- belebung der ursprünglichen AG Rheinstraße nicht gelungen wäre.