Breslauer Platz bis 2009

Neugestaltung des Breslauer Platzes

Der Breslauer Platz ist für Friedenau von zentraler Bedeutung. Er ist das Herz des Einkaufsberei- ches Rheinstrasse und Umgebung mit seinen zahlreichen Fachgeschäften und Dienstleistern.
Leider wird die gegenwärtige Gestaltung des Platzes dieser Funktion nicht gerecht: ein öder Parkraum ohne Begrünung, ein Schildermeer und eine scheichende Verwahrlosung prägen die heu- tige Situation.

Wir möchten das ändern!
Unter Federführung des Architekturbüros Peter Lemburg erarbeiten wir mit Unterstützung der Be- hörden und in Zusammenarbeit mit Geschäfts- leuten und Anwohnern ein Konzept zur Verbes- serung der Situation.

Unser Zie ist ein lebendiger Stadtplatz und Bürgerrtreff mit einer besseren Parkraumge- staltung, Begrünung, Einbeziehung des BVG-Pavillions und einem attraktiven Wochenmarkt. Als Auftakt haben wir am 21. Mai 2005 die Bürgerlinde gepflanzt, gestiftet von der Berliner Volksbank, betreut vom Bezirksamt

Breslauer Platz - Platzkonzept Stand 2007
Neugestaltung und Nutzungserweiterung für den Breslauer Platz.

Mit einer Umgestaltung des Breslauer Platzes be- absichtigen wir, dem nur zu Marktzeiten lebendi- gen, ansonsten wenig anziehenden Hauptplatz der Friedenauer Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Charakter zu verleihen. Es gilt, ihm neues Leben einzuhauchen, ihn auch im Kontext des wichtigen Berliner Straßenzuges Leipziger-, Pots- damer-, Haupt-, Rhein- und Schloßstraße, Unter den Eichen gestalterisch attraktiver zu machen.

Vordringlich sind Erhalt und Ausbau angestamm- ter Marktfunktionen. Sie sind der Garant für eine generelle Belebung. Eine gesteigerte Anziehungs- kraft etwa durch erweiterte Angebote wäre nicht nur dem Ortsbild zuträglich sondern gleicher- maßen profitabel für die Markt- und Geschäfts- leute in den Platzrandlagen und einmündenden Straßen.

Dieses Vorhaben glauben wir zu fördern mit:
- einer Vergrößerung des Platzes, respektive  seiner Nutzfläche,
- einer Änderung der Verkehrsführung,
- einer Neuordnung der Stellplätze,
- einer Nutzungserweiterung des BVG-Pavillons   (Wartehalle, Kiosk),
- einer Wiedereröffnung der unterirdischen   Bedürfnisanstalt,
- der Wiederaufstellung einer Wasserpumpe an   der Lauterstraße,
- einer Reduzierung überflüssiger Schilder, Poller  und sonstiger „Straßenmöbel“.

Die Maßnahmen ließen sich weitgehend im jetzi- gen Bestand, also unter der Prämisse möglichst geringer Kosten realisieren. Als ferneres Ziel er- strebenswert wäre eine Absenkung und Neupflas- terung der Platzfläche, in der dann mit ergänzen- den Pflanzungen, der Aufstellung einladender Bän- ke und ähnlichem mehr Aspekte einer qualität- vollen Freiflächengestaltung zum Ausdruck kommen könnten.

Zur Vergrößerung der Platzfläche wollen wir die Lauterstraße zwischen Nied- und Schmargendor- fer Straße für den Durchgangsverkehr schließen. Anlieferung, Müllabfuhr und Notfallverkehr müssen

selbstverständlich weiterhin möglich sein. Die Niedstraße vor dem Rathaus würde dann beid- seitig befahrbar werden, also den Verkehr in die Wohnstraßen hinein und aus ihnen heraus leiten.

Da angesichts der anhaltenden Neu- und Dach- ausbauten von immer knapper werdenden PKW- Stellplätzen für die Einwohnerschaft auszugehen ist, müssen wir Stellflächen in gleichem Umfang auf dem Platz vorhalten. Wir wollen sie aber gün- stiger postieren und organisieren. Die Stellplätze beidseitig der Lauterstraße können in gesamter Platzbreite wegfallen und nördlich vor dem Rat- haus an der Niedstraße konzentriert werden. Auf diese Weise kann eine ungestört von den Häu- sern der Lauterstraße bis an den Pavillon heran- reichende, vielfältiger nutzbare Fläche entstehen. Diesen Pavillon wollen wir angemessener nut- zen und ihn wieder mit den unterirdischen WC- Anlagen - wie es bis etwa 1990 bestand - verbin- den.

Vorstellbar wäre eine Nutzung als Café, das dann die Bedürfnisanstalt mitzubetreiben hätte. Die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen müssten unter Berücksichtigung des Denkmal- pflege durchgeführt werden.

Die gegenwärtig durch Poller vor Überfahrung geschützten Ober- lichter der Anlage sind statisch so ausgelegt, dass sie Sitzgruppen und Einfriedungen eines Restaurationsbetriebes aufnehmen könnten.
Die Nutzung der platzseitigen Fläche vor dem Pavillon - gleichgültig ob saisonal oder ganz-  jährig - ermöglicht eine bessere Aufstellung der Marktstände und immer zahlreicheren Verkaufs- mobile während des Marktbetriebes.

Durch eine geschickte Anordnung der Stände könnte hier eine Art freies Forum ausgespart werden, um das sich die Stände gruppieren sollten. Diese Überlegungen wären gemeinsam mit den Markt- leuten zu erarbeiten. Auch in der marktfreien Zeit wäre dieses Forum attraktiv, weil die PKW nicht mehr wie gegenwärtig direkt vor den Oberlichtern parken könnten, sondern weiter nördlich an der Niedstraße abgestellt werden müssten.

Dieses Konzept spiegelt den gegenwärtigen Stand der Diskussion. Anregungen und Stellung-  nahmen seitens der Friedenauer Bürgerschaft und aller, die sich herausgefordert und ange- sprochen fühlen, sind weiterhin willkommen.
Erst wenn ein tragfähiges und kostenmäßig erfasstes Projekt vorliegt, können wir gemeinsam mit Förde- rern aus Politik und Wirtschaft an die reale Umset- zung denken.

Bis dahin werden wir durch weitere auf das Ge- meinwohl ausgerichtete Aktionen, wie sie die Renovierung des Rathauses, die Pflanzung der „Bürgerlinde“ oder das künstlerische Bemalen von Bewag-Kästen darstellen, auf die Aufwertung des Rathausplatzes hinwirken.

Peter Lemburg,
Niedstraße 4,
12159 Berlin-Friedenau
Telefon 852 58 78

Den weiteren Stand können Sie unter anderem beigefügten Plänen entnehmen.

Breslauer Platz - Schönebergforum
 
Mehr Leben auf dem Friedenauer Rathausplatz

Die seit Jahren aktive Rheinstraßeninitiative e.V. arbeitet auf eine Aufwertung des zentralen Friede- nauer Platzes hin. Schon seit 130 Jahren herrscht hier mehrmals wöchentlich buntes Markttreiben, dazwischen aber herrscht Tristesse.

Autos, Poller Schilderwald, graue Waschbeton- platten, Unrat und so manches Unerfreuliches mehr bestimmen dann das Bild.

Das muß nicht zwingend so bleiben, und daher
gilt es, attraktivere Bedingungen für den Marktbe- trieb und ein vielfältigeres Leben auf dem Platz
zu kreieren.

Kernstück der schon einer aufgeschlossenen Öffentlichkeit vorgestellten ersten Anregungen ist die Vergrößerung der Platzfläche durch Schlie- ßung der Lauterstraße in diesem Abschnitt für den Durchgangsverkehr. Die Stellplätze werden ge- bündelt, bleiben aber erhalten. Der denkmalge- schützte Pavillon wird durch eine Cafe-Nutzung aufgewertet und seine unterirdische Toiletten- anlage wieder zugänglich gemacht.


Mehr Grün – vielleicht auch Wasser und Kunst?

- werden ihrem Zweck mit Sicherheit gerecht wer- den und Magnetwirkungen erzeugen. Nicht nur Jung und Alt werden Nutznießer dieser Pläne sein – auch die Gewerbetreibenden in den an- grenzenden Häusern und die Marktleute selbst werden profitieren – im wahrsten Sinne des Wortes.

Dass allem keine Luftschlösser schweben, belegt ein konkretes Ereignis, das am 21. April vor dem Rathausplatz stattfand:

In Ergänzung der altehrwürdigen knorrigen „Kaisereiche“ wurde eine frische, jugendliche „Bürgerlinde“ gepflanzt.


Für das weitere Mitmachen, Unterstützen, Anregen, Einmischen hier der Internetkontakt:

breslplatz@aol.com

Peter Lemburg